Blaufränkisch Ried Oberer Wald 2022 – Ernst Triebaumer, Rust
Unfiltriert. Ungebändigt. Unvergesslich.
Dunkles Rubinrot, tief und lebendig, mit jener feinen Trübung, die von Charakter zeugt: unfiltriert, unverstellt, echt. Bereits beim ersten Schwenken offenbart er Haltung – geradlinig im Körper, warm im Herzen.
Die Nase? Ein Fest für Rotwein-Romantiker.
Saftige Weichsel, herbe Dirndl und reife Schlehe zeichnen sein fruchtgeprägtes Portrait. Dazu gesellen sich Leder, ein Hauch Wacholder und ein kühler, duftender Waldakzent – würzig, vielschichtig, unverkennbar. Alles mit einer faszinierenden kraftvollen Leichtigkeit, die nur große Blaufränkisch-Lagen hervorbringen.Am Gaumen zeigt er sich präzise und aristokratisch, mit fest verwobenen Tanninen, die tragen, nicht bremsen. Dunkle Beerenfrucht und pikante Würze tanzen synchron, die Struktur sitzt wie maßgeschneidert. 16 Monate im 300-Liter-Holzfass gereift, erhält er Tiefe und Rückgrat, ohne je die Frische zu verlieren. Der Abgang? Lang. Warm. Eindrucksvoll. Wahrlich großes Kino.
Fazit: Ein Wein, der Charakter hat und Charakter zeigt.
Kein Lautsprecher, sondern ein Statement.Speiseempfehlung
Ein Blaufränkisch für die ernsten und die schönsten Genussmomente:
Rosa gebratene Rehkeule mit Preiselbeeren
Geschmorte Rinderbacke in Rotweinjus
Waldpilzrisotto mit Thymian
Gereifter Bergkäse, Pecorino oder Kochschinken in edler Ausführung
Oder einfach solo – wenn ein Wein zum Gesprächspartner wird
