2024 Ried Geyerumriss Furmint trocken – Präzision trifft Poesie
Ein Furmint, der nicht nur leuchtet – er glänzt.
Im Glas: strahlendes Strohgelb, lebendig mit Platinreflexen und einer feinen Viskosität, die dem Glaswand entlang elegante Schlieren zeichnet. Schon dieser erste Eindruck: ein Versprechen.Dann die Nase. Und was für eine! Ein Birnen-Sorten-Workshop in Duftform – von frischer Williamsbirne bis zur herbstlichen Birnenquitte im Oktober, flankiert von golden gereiften Steinfrüchten und einem Hauch gelagertem Topaz-Apfel.
Blütennoten von zarter Akazie schweben über weiß-gelben Wiesenblumen, im Hintergrund schimmert grüner Tee und ein kühler, mineralischer Impuls von Schiefer und Quarz – stahlig blitzend, präzise, erwachsen. Ein Bouquet, das verführt, aber ernst genommen werden will.Am Gaumen trocken, lebendig und mit einer sortentypischen Säurepikanz, die sich elegant über die Zunge spannt. Obwohl auf Schieferverwitterungsboden gewachsen, wirkt er wie aus hellem Marmor gemeißelt – kraftvoll, definiert, unerschütterlich.
Wieder diese Birnenklaviatur in all ihren Schattierungen, getragen von dichter, gelber Frucht, fein austariert und doch kraftvoll verankert durch die berühmte Ruster Reife, die seit Jahrhunderten Genussmenschen und Freigeister inspiriert.Lange auf der Hefe gereift, zeigt er nun salzige, vibrierende Fruchtbrillanz, die den Gaumen zum Klingen bringt und nicht mehr loslässt. Ein Wein mit Spannung, Tiefe und einem Potential, das in der Zukunft noch viel zu erzählen hat.
Fazit: Kein lautes Spektakel, sondern ein großer, nuancierter Charakterwein – subtil, nachhaltig, beeindruckend.
Genussmomente & Empfehlung
Ein Furmint für den Feinschliff auf dem Teller:
Zander mit Zitronen-Beurre-Blanc
Sashimi von der Gelbschwanzmakrele
Risotto mit Birne & Pecorino
Kalbstafelspitz mit Apfelkren
Ziegenfrischkäse mit Birnen-Chutney
Oder einfach pur, um einem großen Wein beim Denken zuzuhören.
